Fortgeschrittene Posterous-Experimente

Weil ich mit Robert Lender gerade auf seinem Posterous über Posterous diskutiere, dachte ich mir, ich probiere ein paar Sachen aus.


Zuerst die Bildreihenfolge, ich habe vier Bilder in der E-Mail in dieser Reihenfolge angehängt:

  • Sonnenuntergang im 15. Wiener Gemeindebezirk (Dateiname 2.png !)
  • Heroische Rettungsaktion beim Erzbergrodeo (1.jpg)
  • Idyllischer Bergsee in Osttirol (4.jpg)
  • Ole-Einar Björndalen beim Training (3.jpg)

Die Reihenfolge ist wie in der Liste, die Dateinamen sind willkürlich - also mal testen, wonach Posterous sortiert, Attachment-Reihenfolge oder alphabetisch. Zudem möchte ich wissen, wie Posterous mit großen Fotos umgeht. In der FAQ heißt es ja:

If you attach one photo (of any size, even direct from your camera!), we'll resize it to a web-friendly size and post it.

Mal schauen, wie ein unbearbeitetes <strike>5</strike> 4 MB großes Foto verändert wird. 

Das zweite, was ich teste ist die Tag-Funktion. Die Posterous FAQ empfiehlt:

Add tags simply in the subject of your email using the syntax ((tag: apple, gadgets)). You can see your tags on the homepage of your site and click on them to see those posts.

Also, zum Betreff ein Leerzeichen hintanstellen und die doppelte Klammer. Mal sehen ob die Tags blogging, posterous & tools hinzugefügt werden. Außerdem sende ich an twitter@posterous.com, weil ich den Post nur nach Twitter schicken will.

       
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Rund um die Frucht: Österreich das Ausbildungsland

Erwin 'Jimmy' Hoffer zu SSC Napoli
Marko Arnautovic zu Inter Mailand
.. Christopher Drazan zu Borussia Mönchengladbach?

In der Gerüchteküche geht es naturgemäß heiß her, sportnet.at berichtet über das Interesse der Fohlen am Rapid-Youngster Drazan. Ich diskutiere in einigen Foren gerne über Fußball mit anderen. Heute las ich von einem User folgenden Satz:

Aber was ist mit dem Verein? Der ist auf Dauer nur noch eine Talentschmiede wie Roter Stern, baut Talente auf, und verkauft sie. Dafür können sie international fast nicht mithalten.

Ja verdammt! Ungeachtet dessen, dass sich Gladbach auf der linken Seite bei Gladbach zuletzt sowieso verstärkt wurde, verstehe ich nicht, warum man diese Umstände kritisiert. Österreich soll ja über kurz oder lang zu einem reinen Ausbildungsland werden. Ist auch das einzig sinnvolle, international gibt's für uns auch nichts zu holen mit ein paar besseren Legionären und Eigenbauspielern, siehe die jüngere Vergangenheit. Einmal in drei Jahren in die Champions League Gruppenphase und vereinzelte Europa League Vorstöße in ein Achtelfinale ist zu wenig, als dass es sich lohnen würde diesen Weg weiterzugehen.

Österreich als Talenteschmiede und Ausbildungsland - So können sich die jungen Österreicher im Ausland zu gestandenen Spielern entwickeln. Wenn 1-2 davon pro Jahr dann auch wirklich Fuß fassen können, kann das nur positiv sein für unser Nationalteam. Und hier muss für ein kleines Land wie Österreich der Fokus liegen.

Wenn man Kohle scheffelt mit Juwelenverkäufen, warum holt man sich dann nicht potentiellen Ersatz mit routinierten Spielern aus dem ausland, um eben international Fuß zu fassen?

Ein weiterer Post, der ebenfalls kurzsichtig angelegt ist. Das Geld aus den Erlösen wieder in irgendwelche Ost-Legionäre zu investieren wäre ein fataler Fehler. Das Geld sollte in Infrastruktur und Jugendarbeit investiert werden, um Österreich nicht nur in der Selbstwahrnehmung sondern auch im Ausland als Ausbildungsland zu etablieren. Ich persönlich sehe mir auch lieber spritzige, dynamische, junge Österreicher am Spielfeld an, als irgendwelche ehemaligen tschechischen(whatever) Supertalente, die ihrerseits einem Wallner'schen Schicksal erlegen sind und in Österreich noch einmal kräftig abkassieren wollen..

Ein Peter Pacult versteht es in Hütteldorf doch auch die Mischung zwischen Alt/Jung und heimischen und ausländischen Spielern zu finden, auch bei der Austria finde ich klappt das ganz gut. Beim LASK dürfen sich auch die ein oder anderen Youngsters beweisen und bei Sturm wird schon seit einiger Zeit aus der Not jede Saison aufs neue eine Tugend gemacht.

Ich bin mit dem Weg des Ausbildungslandes zufrieden. Ich hoffe nur, dass der einigermaßen eingehalten und nicht nach zwei Saisonen wieder verlassen wird, weil sich irgendein Provinzkaiser einbildet, kurzfristigen Erfolg mit abgehalfterten Legionären haben zu müssen.

Gedanken zum Fußball: Rapid ist nicht Mattersburg

2:1 - Sieg für Mattersburg. Was aussieht, wie ein knappes Ergebnis eines ansehnlichen Fußballspiels am Sonntagabend war vielmehr ein weiteres Beispiel dafür wie weit Anspruch und Wirklichkeit in Österreichs Fußballrealität auseinanderliegen können. 


Rapid blieb aus der letzten Saison als ein Team in Erinnerung, das mit begeisterndem Offensiv- und One-Touch-Fußball zu überzeugen wusste. Rapid spielte attraktiven Fußball. Wie man gegen so eine Fußballmannschaft dennoch gewinnen kann zeigte an diesem Sonntagabend der vermeintliche Abstiegskandidat Mattersburg.

Insgesamt 13 gelbe Karten für beide Mannschaften und zwei Ampelkarten exklusiv für Rapids Pehlivan und Maierhofer sind laut ORF Sportmoderator Michael Berger Rekordwert seit Beginn der Aufzeichnungen des ORFs über die Bundesliga. Schiedsrichter Meßner hatte die Partie trotz seiner Kartenorgie zu keinem Zeitpunkt wirklich im Griff. Das immer wieder als "Brüderduell" bezeichnete Kräftemessen zwischen Rapid und Mattersburg kommt am ehesten noch der Rivalität zwischen Romulus und Remus nahe. 

Hüben wie drüben wird jetzt darüber gerätselt wie es zu diesem inflationären Kartongebrauch kommen konnte. Die Burgnlandla, immer schon selbsternannte Opfer der österreichischen Schiedsrichter, ziehen seit Jahren ihr Spiel in der pannonischen Tiefebene immer nach dem selben Schema auf. Attackieren, Provozieren, Kämpfen. Solange und soviel nur geht. Im Kader finden sich talentierte Krätzn wie Atan, Mörz, Naumoski (derzeit nur Trainingsgast) oder bis zuletzt Kühbauer (in Fußballpension). Lässt sich der Gegner auf dieses Spiel ein geht Mattersburgs Rechnung auf und die Falle schnappt zu. Kommt daher eine eigentlich für ihr flottes, attraktives Spiel bekannte Rapidmannschaft nach Mattersburg ist klar, dass sie nicht auf spielerischem Wege bezwungen werden kann. Wenn Steffen Hofmann gefühlte 20 Mal abgeklopft wird und nicht ein einziges Mal ein Revanchefoul begeht ist ihm das hoch anzurechnen. Dass er allerdings der einzige Rapidler ist der sich im Griff hat erklärt die sieben Verwarnungen zwei Platzverweise und zwangsläufig die Niederlage für Rapid. 

Der Fehler den Rapid heute gemacht hat war Mattersburg auf Augenhöhe begegnen zu wollen. Während jeder Mattersburger weiß, wann genug provoziert wurde und wann man den Fuß dann doch einmal zurückziehen sollte, schlugen der junge Pehlivan und der heute durchgeknallte Stefan Maierhofer weit über die Stränge. Rapid besiegte sich heute selbst, indem sie vergaßen sich auf ihre eigenen Tugenden zu besinnen. Keine Spur von Laufarbeit, Teamwork und Einsatz füreinander

Das Postlerduell zwischen Lederer und Pacult entschied heute der Trainer von Mattersburg. Nicht durch einen qualitativeren Kader sondern durch intelligentere Spielanlage. Gegen Real Madrid kann man schließlich auch nicht Hollywood spielen.

TinyURL, bit.ly & Co. - Was sind URL Shortener?

Jeder von uns hat es schon einmal erlebt, wir surfen im Web herum, landen auf einer Seite deren Inhalt uns gefällt und wir wollen jemanden daran teilhaben lassen. Wir wollen der Person den Link der Seite zukommen lassen und sehen uns einem sechszeiligen Absatz mit lauter Sonderzeichen gegenüber. Das beste Beispiel dafür sind in meinen Augen ebay-Links (siehe Bild). Vor allem Twitter hat mit seinen 140-Zeichen Nachrichten dafür gesorgt, dass lange Links mit einem Workaround kurz werden müssen. URL Shortening Service ist das Stichwort. Wir lesen auf Twitter (und zunehmend auch auf anderen Seiten) keine elendslangen Links mehr, sondern URLs wie: http://tr.im/3 , http://bit.ly/1a8Loy , http://tinyurl.com/mjdho6 oder http://is.gd/1Mxqw.

Dadurch werden, vor allem auf Twitter, Zeichen gespart die mehr Platz lassen für Informationen was denn hinter dem Link steckt. Gefährlich kann es sein wenn man auf Links klickt, von denen man nicht weiß woher sie kommen. Bei shortened URLs klicke ich selten drauf, wenn sie von Fremden kommt von denen ich noch nie etwas gehört/gelesen/gesehen habe. Bei TinyURL gibt es hierfür zum Beispiel einen Preview-Link, der sich diesem Problem annimmt (siehe Bild). 

Einige URL Shortening Services bieten noch eine Menge an Zusatzfeatures an, ich will sie an dieser Stelle gar nicht aufzählen. Im Web gibt es dazu genug Informationen, zum Beispiel hier, hier und hier. Ich persönlich benutze http://bit.ly, die bieten ein Bookmarklet an (siehe Bild) mit dem ich per Lesezeichen eine Seite mit einem Mausklick kleinmachen kann. Noch dazu gibt's für eine Registrierung eine Statistik mit der Anzahl an Klicks und woher diese kommen. Soweit bin ich damit ganz zufrieden - Was benutzt ihr, habt ihr einen besseren Service für URL Shortening?

 

     
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Meine Wünsche an Posterous

Ich nutze den Posterous Lifestream nicht so häufig, wie ich es mir anfangs vorgestellt habe. Einige kleine Dinge, die mich stören müsste Posterous noch verbessern.
  • Autopost Everywhere - Ein tolles Feature, keine Frage. Ich möchte aber auch auswählen können, ob ich einen Post vielleicht nur auf Twitter und Facebook posten möchte, aber nicht auf Flickr, weil zum Beispiel zwei Bilder drin sind, die ich in meinen Flickr Stream nicht sehen möchte. (siehe Bild)
  • Widgets - es gibt zB für Wordpress zahlreiche Widgets, die alle möglichen Funktionen ermöglichen. Posterous lebt von seiner simplen Benutzeroberfläche, dennoch könnte zB ein Twitterwidget oder flickr-Stream auf der Seite einiges dazu beitragen den Wunsch nach Customizing zu befriedigen. Zumindest ist seitens Posterous geplant, genau das in der nächsten Zukunft zu ermöglichen. (siehe Bild) 
  • Umfangreichere FAQs oder Tutorials, vielleicht liegt es auch an der Community Video-Tutorials zu kreiieren. Wäre zumindest eine Idee für verregnete Urlaubstage.
Dennoch bin ich mit Posterous sehr zufrieden. Ich siedle es irgendwo zwischen einem ausführlichen Blogpost und einem Tweet an. Diese Nische, die Posterous gefunden hat füllen sie derzeit sehr gut aus - es fehlen nur noch Kleinigkeiten zum Ausgezeichnet mit Sternchen. 

   
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Google Chrome OS - Kanalisierung des Bösen?

Ausgehend von Gerald Reischls sonntäglichem Login und seinem Kommentar im Kurier zu Google möchte ich ein paar Worte loswerden. 
Google plant für 2010 ein eigenes Betriebssystem, namentlich Chrome OS. Seine Hauptfunktion soll darin bestehen, den User so schnell wie in keinem anderen Betriebssystem ins Internet zu bringen. Full Stop. Das ist die Schlüsselintention, die dahinter steckt. 

Reischl schreibt in seinem Kommentar:

Ab 2010 wird es ein Betriebssystem "Google Chrome OS" geben, was eine Kriegserklärung an Microsoft ist. Man attackiert den schärfsten Konkurrenten dort, wo er am erfolgreichsten war.

Nein! Es ist keine Kriegserklärung, Google will mit Chrome OS nicht Windows ersetzen. Ich glaube, dass Google eine Vorreiterrolle einnehmen will und Ideen dazu geben will, wie man den User so schnell und so lange wie möglich ins Web bringen will. Und warum ist das die Schlüsselintention?

Ben Parr schreibt auf Mashable, warum Chrome OS entwickelt wird und wie Google damit in Zukunft noch mehr Geld verdienen kann. Derzeit verdient der Suchmaschinenanbieter etwa 95% seiner Einnahmen mit Werbung. 

Getting you to spend more time on the web is why Google based its OS on Chrome. You can expect that Microsoft and Apple will incorporate the best features of Chrome OS in their future iterations.

Das ist der Punkt. Ich denke nicht, dass Google (zum jetzigen Zeitpunkt) alles daran setzen wird, bestehende Anbieter zu verdrängen und das gängigste Betriebssystem zu entwickeln. Viel mehr geht es darum, die "Konkurrenten" unter Druck zu setzen und sie dazu zu bringen den Fokus der Entwicklung eher auf webbasierte Lösungen anstatt Desktoplösungen zu setzen. Ein User, der sich am Desktop in MS Office befindet bringt Google kein Geld, so einfach ist das. 

Sich darüber zu beklagen, dass Google mit uns Geld verdient, Daten sammelt etc. wäre verfehlt. In Zeiten, in denen wir in Supermärkten bei jedem Einkauf unsere Kundenkarten vorweisen, den Firmen brav unsere Daten überreichen, daraufhin personalisierte Werbung nach Hause geschickt bekommen, muss uns klar sein, dass auch andere Firmen nach dem selben Schema Geld verdienen wollen. 

Ehrlich gesagt stehe ich von Userseite aus Supermärkten oder kleinen Handelsketten, die Kundenkarten anbieten und planmäßig ihre Mitarbeiter bespitzeln skeptischer gegenüber als Google. Wer weiß wohin meine Daten von kleinen Handelsketten verkauft werden. Um nicht in paranoider Angst vor Schädigungen zu leben, muss ich Vertrauen in die Big Player des Webs haben. Manche mögen das blauäugig finden, ich kann sie verstehen. Aber die Dienste nutzt dennoch jeder von uns. 

In einem Punkt liege ich mich mit Gerald Reischl allerdings auf einer Linie, Google müsste strenger kontrolliert oder reguliert werden. Hierbei wären supranationale Organisationen, wie es beispielsweise die EU ist, gefragt. Dass diese von Google Lobbyisten durchzogen ist und sich hierbei wohl eher als Handlanger des Suchmaschinenanbieters benimmt gibt allerdings zu Denken.

Gerald Reischls Schlusssatz

Google muss zerschlagen werden.

lässt ihn jedoch eher zu einer Art Armin Thurnher 2.0 werden.  

Posterous Bookmarklet - Digg Anything and share

Posterous erlaubt es mir aus zahlreichen Seiten, wie zB YouTube, vimeo, flickr oder qik automatisch und mit nur zwei Klicks etwas über meinen Lifestream zu sharen.

Mit dem Autopostfeature wird mein Lifestream-Post anschließend auf Twitter & Facebook gepostet. Somit können die anderen privat und für sich entscheiden, was sie sehen wollen und was nicht. Ein Service von mir für meine Freunde & Bekannten.

Damit sind die Zeiten vorbei, in denen ich Freunde & Bekannte über einen Instant Messenger anchattete und sie zwang ein Video oder einen Link anzusehen ;-)

Michael Jackson Tribute - Stockholm. July 8, 2009

Vorab: Das ist meine letzte Meldung zu Jacko, es reicht dann.

Dennoch, der #massmoonwalkvienna war ja schon eine nette Idee. Dieses Tribute an den King of Pop aus Stockholm ist es allerdings wert verbreitet zu werden. Außerdem ist dies ein Test mit dem Posterous Bookmarklet, direkt aus Youtube im Browser etwas zu diggen.

Daher, seht euch das Video an, wenn ihr noch Luft habt für Jacko-Trash, ansonsten klickt lieber schnell woanders hin ;-)

Gerechtigkeit für Frank Hartmann

Als ich heute in der Früh meine Inbox öffnete, fiel mir fast mein Himbeermuffin aus der Hand. Mich erreichte ein Mail meines Professors aus der Praxisfeldvorlesung Multimedia, Frank Hartmann. Hier der Auszug:

Sind Sie auch dieser Meinung? Nur 22 on ca. 118 haben mich "evaluiert". Diese Teilmenge möge in der publizistischen Fellner-Hölle schmoren, Strache wählen usw. Auf alle anderen Rückmeldungen dazu würde ich mich freuen.

mfG
Frank Hartmann

EVALUIERUNG DER VORLESUNG MUME -- AUSZUG:
36 Prozent der Befragten haben die Vorlesung mit "sehr schlecht" beurteilt,
43 Prozent waren mit dem persönlichen Auftreten "sehr unzufrieden",
fast die Hälfte sah ihre Erwartungen an die LV "nicht erfüllt".

Ich hab noch nie an einer Lehrveranstaltung mit so einem ignoranten LV-Leiter teilgenommen. Er hat die Studierenden beschimpft, beleidigt und war in keiner Weise hilfsbereit. So jemand sollte wirklich nicht unterrichten.

Ein arrogantes Subjekt, pseudo wissenschaftlich auftretend, keine Fragen beantwortend und allgemein nur auf Selbststimulation bedacht "hält" diese LV. Wenn sie nicht in meinem Studienplan unbedingt erforderlich wäre würde ich sie niemals besuchen und ich hoffe für die Universität Wien dass sie diesen Heuchler bald loswerden.

Hartmann ist so von sich selbst überzeugt und unsicher zugleich das es erstaunlich ist. Er baut seine akademischen Ansichten und Meinungen darauf auf das er Anderen sagt sie wären Idioten. Bis jetzt der schlechteste Professor meiner Laufbahn.

 

Was in aller Welt ist denn hier passiert? Zur kurzen Erklärung, es gab schon zu Beginn des Semesters Troubles im Publizistikforum und in der Vorlesung selbst zwischen den Studierenden und Prof. Hartmann. Grund dafür war seine auf der Publizistik ungewöhnliche Praxis in einer Vorlesung Anwesenheitspflicht zu verlangen. In der Folge übergingen einige Studenten ihren LV Leiter und wandten sich sogar direkt an den Studienprogrammleiter, ob es denn rechtens sei Anwesenheit einzufordern. Einige Posts im Forum später antwortete Hartmann den Studierenden in der Vorlesung direkt, leicht angesäuert, was sie sich denn denken würden. Fünf Minuten lang erklärte er sich mit harten Worten und pochte auf sein Recht als LV Leiter die Beurteilungskriterien selbst festzulegen. Fertig.

Fertig? Ja, ab diesem Zeitpunkt in der zweiten LV Einheit präsentierte Hartmann seinen Stoff über Multimedia und die Kultur, die sich darum bildet(e). Im Laufe des Semesters lehrte er mit PowerPointfolien, zeigte einen Film, ließ in einer Einheit zwei Studenten ihr Prezi (toll!) präsentieren, stellte nach jeder Stunde weiterführende Informationen und Literaturverweise auf die LV-Homepage und forderte am Ende die Prüfungsleistung ein. Eine sechs- bis zehnseitige Arbeit, die sich thematisch mit den Inhalten der LV auseinandersetzen sollte. Ich schrieb über Vernetzung der Welt und fand Gefallen daran, mich mit der Entwicklung von Telegrafenleitungen zu modernen Glasfasernetzen und deren Bedeutung für die multimediale Webkultur der Moderne zu beschäftigen. Ich kaufte mir sogar das Buch zur Vorlesung, obwohl es für die Arbeit nicht nötig gewesen wäre. Ich empfand die LV als nützlich und interessant.

Die Motivation jede Woche am Freitag Spätnachmittag auf die Uni zu fahren ist nach diesem Semester noch die negativste Assoziation die ich mit dieser Lehrveranstaltung verbinde. Man mag auf Hartmanns Worte allergisch reagieren, okay, aber lässt man sämtliche persönlichen Befindlichkeiten außer Acht war die Vorlesung für mich als medienaffinen Menschen eine der interessantesten Lehrveranstaltungen im Studium.

Und, samma uns ehrlich, worum geht's uns im Studium? Wie sehr ich den LV Leiter liebg'habt hab' oder was mir an Inhalten vermittelt worden ist..?