Posterous theme by Cory Watilo

Georg Mahr

Georg Mahr

communication studies in vienna
working for holzhuber @ impaction.at
fell in love with sports 25 years ago

Facebook Credits - Ein Blick in die Zukunft

Als ich heute morgen den Facebook Bookmark anklickte und die Seite laden ließ, hat mich mittlerweile das zweite Mal in dieser Woche eine Interface-Änderung überrascht. Nachdem Anfang der Woche der blaue Facebookbalken am oberen Bildschirmrand auf die gesamte Seitenbreite erweitert wurde, fand ich heute einen "No Credits" Button auf eben jenem Balken. (siehe Bild 1)

Neugierig wie ich bin, habe ich gleich mal draufgeklickt und festgestellt, dass es mir jetzt möglich ist Facebook Credits zu kaufen und diese auszugeben. Vorerst auf einem noch bescheidenen Applications Market, dessen Produkte von Facebook für Facebook angeboten werden. Auch im Facebook Credits About ist dies nachzulesen (siehe Bild 2)

Facebook Credits are the fastest and easiest way to safely make purchases in some of the most popular applications on Facebook.

Diese most popular applications sind derzeit noch größtenteils Spiele, also virtuelle Ware. Allerdings kann man über den Gift Shop beispielsweise schon echte Waren kaufen. 10 Facebook Credits für einen Rosenstrauß, der an eine beliebige Adresse geliefert wird. (siehe Bild 3 & 4).  

Mashable hat schon im Frühjahr kurz darüber berichtet, damals noch über das Modell für ausgewählte Facebook Updates Credits zu vergeben. Seitdem ist es aber wieder stiller um die Facebook Credits geworden. Vor rund einer Woche ein zweiter Bericht von Mashable über das Creditsystem, mit dem man mitlerweile auch reale Produkte erwerben und verschenken kann. 

Dies könnte der Anfang einer universellen Web-Währung sein, da Facebook mittlerweile auch unter den Top 3 Sites im Web rangiert. Es wird vermutlich nicht mehr lange dauern, bis es die ersten Onlineshops auf Facebook gibt. Den Kunden also da abholen, wo er ist. In seiner vertrauten Facebook Umgebung. 

Laola1.at und die Eier

Eierhose

Auf Laola1.at, dem besten Sport in Österreich, wird derzeit ausführlich über die IAAF 2009 in Berlin berichtet. Die südafrikanische 800-Meter-Läuferin Caster Semenya hat dieser Tage auch abseits des Leichtathletiksports zu tun. Auf Grund ihrer unerwarteten Leistungen und ihres männlichen Auftretens muss sie jetzt zum Geschlechtstest antreten.

Ungeachtet der eigentlichen Nachricht beglückt Laola1.at den geneigten Leser dieser Geschichte mit der Überschrift "Sind da Eier in der Hose?". Die ist jedoch nur auf der Startseite zu lesen (siehe Bild). Im Artikel selbst wurde die Überschrift bereits ganz neutral auf "Geschlechtstest für 800-m-Läuferin" umgeändert. Da hat wohl ein Nachwuchskabarettist etwas vergessen..

Österreich bleibt Österreich

Es begann im Web. Und das denkbar ungünstig. Zuerst wurde der Twitteraccount von @DidiConstantini als Fake entlarvt und dann brachte der einzige Nationalspieler auf Twitter auch noch diesen Tweet. Von wegen Rumble in the Jungle. "Gerumblet" hat's wenig später schon. Allerdings nur in Österreichs Tor. 

12 Minuten waren gespielt, da pfiff der Schiedsrichter Elfmeter für Österreich. Captain Scharner trat an und versagte kläglich. Ich gehe davon aus, dass Mentalist Valentin Hobel ihn wieder auf die Beine bringen wird. Also weitere Schäden in Scharners Psyche wird dieser Strafstoß wohl nicht verursacht haben. Allerdings hinterließ diese Aktion einen nachhaltigen Eindruck in der ÖFB Jugendgang (Durchschnittsalter der Startformation 24 Jahre..!). 

Das erste Tor im Spiel fiel für Kamerun. Vier Österreicher machten jeweils ein 1/4 Geschenk. Ergab also ein Ganzes. 1-0 nach 28 Minuten. Webo nahm das Geschenk der Hintermannschaft Österreichs und vor allem den Ausrutscher von Manuel Ortlechner dankend an. @Ortlechner sucht wohl noch immer nach passendem Schuhwerk.

Das 2-0 möchte ich gar nicht kommentieren. Da war ich nämlich am Klo. Also passender Ort zum Spiel eigentlich. 

Fazit aus der Partie:

  • Janko und Hoffer harmonieren immer noch nicht.
  • Macho hätte sich einen Verein verdient, bei dem er spielen kann.
  • In Kärnten gibt es ein wunderschönes Stadion, dessen gemietete Teile bereits jetzt mehr kosten, als wenn man sie gekauft hätte. (Rückbau daher kaufmännisch undenkbar).
  • ORF's Kommentator Thomas König wird wohl bald eine Klage von LH Dörrler.. äh Dörfler im Postkasten haben.
  • Maierhofer ist auch nicht die Erlösung.
  • Freundschaftsspiele sind immer noch nichts für Österreich.
  • Prohaska vor'm Spiel: Österreich ist leichter Favorit.
  • Prohaska nach'm Spiel: Wir müssen glücklich sein,  nicht noch höher verloren zu haben.
  • Bester Österreicher am Platz: Salzburgs Somen Tchoyi..

Bitte! Danke!

Fortgeschrittene Posterous-Experimente

Weil ich mit Robert Lender gerade auf seinem Posterous über Posterous diskutiere, dachte ich mir, ich probiere ein paar Sachen aus.


Zuerst die Bildreihenfolge, ich habe vier Bilder in der E-Mail in dieser Reihenfolge angehängt:

  • Sonnenuntergang im 15. Wiener Gemeindebezirk (Dateiname 2.png !)
  • Heroische Rettungsaktion beim Erzbergrodeo (1.jpg)
  • Idyllischer Bergsee in Osttirol (4.jpg)
  • Ole-Einar Björndalen beim Training (3.jpg)

Die Reihenfolge ist wie in der Liste, die Dateinamen sind willkürlich - also mal testen, wonach Posterous sortiert, Attachment-Reihenfolge oder alphabetisch. Zudem möchte ich wissen, wie Posterous mit großen Fotos umgeht. In der FAQ heißt es ja:

If you attach one photo (of any size, even direct from your camera!), we'll resize it to a web-friendly size and post it.

Mal schauen, wie ein unbearbeitetes <strike>5</strike> 4 MB großes Foto verändert wird. 

Das zweite, was ich teste ist die Tag-Funktion. Die Posterous FAQ empfiehlt:

Add tags simply in the subject of your email using the syntax ((tag: apple, gadgets)). You can see your tags on the homepage of your site and click on them to see those posts.

Also, zum Betreff ein Leerzeichen hintanstellen und die doppelte Klammer. Mal sehen ob die Tags blogging, posterous & tools hinzugefügt werden. Außerdem sende ich an twitter@posterous.com, weil ich den Post nur nach Twitter schicken will.

Rund um die Frucht: Österreich das Ausbildungsland

Erwin 'Jimmy' Hoffer zu SSC Napoli
Marko Arnautovic zu Inter Mailand
.. Christopher Drazan zu Borussia Mönchengladbach?

In der Gerüchteküche geht es naturgemäß heiß her, sportnet.at berichtet über das Interesse der Fohlen am Rapid-Youngster Drazan. Ich diskutiere in einigen Foren gerne über Fußball mit anderen. Heute las ich von einem User folgenden Satz:

Aber was ist mit dem Verein? Der ist auf Dauer nur noch eine Talentschmiede wie Roter Stern, baut Talente auf, und verkauft sie. Dafür können sie international fast nicht mithalten.

Ja verdammt! Ungeachtet dessen, dass sich Gladbach auf der linken Seite bei Gladbach zuletzt sowieso verstärkt wurde, verstehe ich nicht, warum man diese Umstände kritisiert. Österreich soll ja über kurz oder lang zu einem reinen Ausbildungsland werden. Ist auch das einzig sinnvolle, international gibt's für uns auch nichts zu holen mit ein paar besseren Legionären und Eigenbauspielern, siehe die jüngere Vergangenheit. Einmal in drei Jahren in die Champions League Gruppenphase und vereinzelte Europa League Vorstöße in ein Achtelfinale ist zu wenig, als dass es sich lohnen würde diesen Weg weiterzugehen.

Österreich als Talenteschmiede und Ausbildungsland - So können sich die jungen Österreicher im Ausland zu gestandenen Spielern entwickeln. Wenn 1-2 davon pro Jahr dann auch wirklich Fuß fassen können, kann das nur positiv sein für unser Nationalteam. Und hier muss für ein kleines Land wie Österreich der Fokus liegen.

Wenn man Kohle scheffelt mit Juwelenverkäufen, warum holt man sich dann nicht potentiellen Ersatz mit routinierten Spielern aus dem ausland, um eben international Fuß zu fassen?

Ein weiterer Post, der ebenfalls kurzsichtig angelegt ist. Das Geld aus den Erlösen wieder in irgendwelche Ost-Legionäre zu investieren wäre ein fataler Fehler. Das Geld sollte in Infrastruktur und Jugendarbeit investiert werden, um Österreich nicht nur in der Selbstwahrnehmung sondern auch im Ausland als Ausbildungsland zu etablieren. Ich persönlich sehe mir auch lieber spritzige, dynamische, junge Österreicher am Spielfeld an, als irgendwelche ehemaligen tschechischen(whatever) Supertalente, die ihrerseits einem Wallner'schen Schicksal erlegen sind und in Österreich noch einmal kräftig abkassieren wollen..

Ein Peter Pacult versteht es in Hütteldorf doch auch die Mischung zwischen Alt/Jung und heimischen und ausländischen Spielern zu finden, auch bei der Austria finde ich klappt das ganz gut. Beim LASK dürfen sich auch die ein oder anderen Youngsters beweisen und bei Sturm wird schon seit einiger Zeit aus der Not jede Saison aufs neue eine Tugend gemacht.

Ich bin mit dem Weg des Ausbildungslandes zufrieden. Ich hoffe nur, dass der einigermaßen eingehalten und nicht nach zwei Saisonen wieder verlassen wird, weil sich irgendein Provinzkaiser einbildet, kurzfristigen Erfolg mit abgehalfterten Legionären haben zu müssen.