Posterous theme by Cory Watilo

Georg Mahr

Georg Mahr

communication studies in vienna
working for holzhuber @ impaction.at
fell in love with sports 25 years ago

Share it! Ich will teilen.. Nur wie?

Im Web gibt's ja viele interessante Sachen. Lustige Eulenbilder, Videos mit den peinlichsten Elfmetern beim Fußball oder einfach nur Links zu Seiten, die interessante Dinge beinhalten.

Natürlich macht's Spaß sich die Dinge anzusehen, darüber zu lachen, zu staunen - sich damit auseinandersetzen. Der Witz der Sache an sich endet allerdings irgendwann. Daher will ich Freunden zeigen, was ich mir ansehe. Ich möchte mich mit ihnen darüber unterhalten und Freude, Aufregung und Schock teilen.

Vor langer Zeit lud ich sie zu mir ein und habe mit ihnen gemeinsam am PC alles Mögliche angesehen. Danach habe ich sehenswerte Dinge per Mail verschickt. Mit ICQ/MSN und sonstigen Instant Messengern ging das dann schon wesentlich schneller und einfacher. Das Interessante dabei: Sofern mein Chatpartner online war, konnte ich sogleich seine Reaktion darauf wahrnehmen und meinerseits wieder reagieren. Real Time! Yes!

Facebook

Mittlerweile muss ich nicht einmal mehr einen bestimmten Adressatenkreis anschreiben. Facebook ermöglicht es mir, ganz einfach einen Link, ein Video oder ein Bild mittels Share/Teilen-Funktion an mein Netzwerk zu senden. Sieht sich meinen Post jemand an, kann er auch gleich kommentieren. Sämtliche Kommentare und Meinungen meiner Freunde sind dank verschachtelten Kommentaren (Threaded Conversations) gesammelt verfügbar. Quasi für jeden Link den ich teile gibt's ein eigenes Forum Lite. 

Haken bei der Sache ist, dass ich auf Facebook nur mit Menschen teilen kann, die ich kenne, sofern ich nicht mein komplettes Profil öffentlich mache. Auf Twitter ist das Gegenteil möglich. Alle können alles lesen, was ich poste. Dadurch ist es auch möglich neue Menschen mit interessanten Ansichten kennenzulernen und mir durchzulesen, was sie zu sagen haben. Sofern sie auf meinen Post reagieren.

Twitter

Ich frage mich immer, wie man hier eine Brücke bauen kann. Ich will nicht mein komplettes Facebook-Profil öffentlich machen, um mit neuen Menschen über Links zu diskutieren. Ich will mich aber auch nicht auf die, zugegebenermaßen sehr eingeschränkte, Replyfunktion über Twitter unterhalten. 

Ich will auch nicht unbedingt auf Twitter zu einem Blogpost verlinken, wo sich die Leute unterhalten können und ich die Diskussion dann wieder verlagere. Facebook und Twitter bieten zusammen alles, was ich will - nur alleine kann mir weder das eine, noch das andere meinen Wunsch erfüllen.

Fazit:
  • Ich mag die Share/Teilen Funktion von Facebook.
  • Ich mag die Öffentlichkeit auf Twitter.
  • Ich möchte diese beiden Dinge sinnvoll verbunden wissen!

Anyone?

Posterous Auto Gallery unterdrücken

Posterous erlaubt es jetzt das Auto Gallery Feature zu unterdrücken. Dadurch ist es möglich Bilder innerhalb des Textes einzufügen. Innerhalb des Textes muss ich jetzt nicht mehr auf einzelne Bilder in der Gallery verweisen. Ich teste das jetzt gleich einmal:

@Garrytan weist auf Twitter auf das Feature hin:

1

@93Octane hat noch Schwierigkeiten mit seinem Posterous Bookmarklet unter Chrome (bei mir funktioniert's übrigens)

2

Andauernder Fortschritt ist bei Posterous Programm, weiter so!

 

 

Der Fall JAKO

Nein es geht diesmal nicht um den Mordfall Jacko. Es geht um den deutschen Sportartikelhersteller JAKO

Die heutige Topstory in deutschsprachigen Twitterkreisen war die Abmahnung von Frank Baade. Er ist Betreiber des bekannten deutschen Fußballblogs Trainer Baade.  Kurz umrissen geht's darum, dass Trainer Baade am Blog das neue Design der Firma JAKO verschaukelt hat. Da sich in Deutschland mittlerweile eine regelrechte Abmahnkultur gebildet hat, wollte das die Anwaltskanzlei des Sportartikelherstellers natürlich nicht stehen lassen und mahnte Trainer Baade ab. Als wenn das alleine nicht schon schlimm genug wäre und einen Blogger mitunter die Existenz kosten könnte - ich als Student wäre bei einem zu zahlenden Streitwert von über 1.500€ schon in ziemlicher Bedrängnis - wurde der Blogger nach dem Auftauchen seines Blogeintrages beim Newsaggregator Newstin ein weiteres Mal abgemahnt. Dass auf dem Newsaggregator jederzeit, auch ohne Zutun des Bloggers, seine Geschichten wieder auftauchen können, macht diese zweite Abmahnwelle zu einer echten Groteske. Die genaue Story steht auf allesaussersport.de ausgezeichnet beschrieben.

Nachdem im Laufe des Tages der Blogeintrag im Social Web verbreitet wurde, passierten auf Twitter einige erwähnenswerte Dinge:

Ein besonders humorvoller Twitteruser dürfte am frühen Mittag den Account @JAKO_Sport erstellt haben, über den er Leute mit einem Reply "Und Dich mahn ich ab" und dem Link zum allesaussersport.de Blog bedachte. Der Account war nicht von langer Dauer, einen Screenshot könnt ihr aber unten einsehen (Bild 1). 

Ein findigerer Twitteruser hat später den Account @JAKO_de ins Leben gerufen und versucht, sich mit vermeintlich seriösen Tweets als unbeholfener JAKO Marketingmitarbeiter auszugeben. Die ersten zwei Tweets (Bild 2) hätten den ein oder anderen schon von Beginn an darauf bringen können, dass dieser Account nur ein Fake ist. Hätte ich ein bisschen früher dazu gebloggt, wäre ich vielleicht noch vor diesem Tweet gewesen, jetzt ist das ein bisschen weniger unterhaltsam:

@JAKO_de twittert um kurz nach 18:00 Uhr:
Glückwunsch an 50% der Follower, die uns als Fake erkannt haben. Der Rest: tja. mhm. naja.#hättmanmerkenkönnen

Passend zum ersten Twitteraccount dieser Tweet:

@coltnb twitterte zum ersten Accountl:
Pssst.. Er ist auf Twitter! Ich trau mich den Namen des Sportartikelherstellers mit den 4 Buchstaben ja gar nicht mehr zu schreiben.

Wer sich noch weitere Wortspenden auf Twitter zum Thema #JAKO ansehen möchte, muss nur diesem Link zur Twitter-Suche folgen. 

Der Schaden für das Image der Firma JAKO, bzw. die Marke JAKO ist durch diese ungustiöse Angelegenheit wohl vielfach höher ausgefallen, als es der Blogeintrag von Trainer Baade alleine jemals geschafft hätte. Die Situation in Deutschland rund um Abmahnungen und deren Wirkung ist mittlerweile zu einem bedrohlichen Ausmaß für Hobbyblogger geworden. Was Abmahnungen sind, was ihr Zweck sein sollte und wie sich übereifrige Anwälte damit bereichern können, ist hier nachzulesen. Ich bin dafür, diesen Abmahnungen einen Riegel vorzuschieben, indem man die einforderbare Summe auf ein Minimum reduziert und dem Ziel der Abmahnung zumindest die Möglichkeit einer Reaktion einräumt. So könnte man einem Wildwuchs von Abmahnungen vorbeugen.

In Deutschland kann man als Firma einen säumigen Schuldner ja auch nicht sofort an ein Inkasso weiterreichen. Hier sind per Gesetz ebenfalls zwei Mahnungen (oder Zahlungserinnerung + Mahnung) vorgeschrieben. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ein friedlicher Dialog zwischen der Presseabteilung von JAKO und Trainer Baade zu weitaus weniger Trubel geführt hätte, als die Abmahnorgie der Anwaltskanzlei verursacht hat. Die derzeitige Situation kann nie und nimmer im Interesse von JAKO sein.

Negative PR ist besser als keine PR heißt es in den Gedärmen des Phrasenschweins. In diesem Fall ist das allerdings absoluter Mist. Ein Konzern mit 60 Millionen Euro Jahresumsatz hat es wohl nicht nötig einem Blogger Abmahnstrafen von mehreren Tausend Euro zuzumuten. 

In Österreich arbeitet seit kurzem der Fußballverein SK Sturm Graz mit JAKO zusammen. Mich würde deren Meinung zu dieser Misere brennend interessieren. Der Fanblog sturm12.at hat diese Abmahnorgie auf Facebook ja schon für traurig befunden.