Share it! Ich will teilen.. Nur wie?

Im Web gibt's ja viele interessante Sachen. Lustige Eulenbilder, Videos mit den peinlichsten Elfmetern beim Fußball oder einfach nur Links zu Seiten, die interessante Dinge beinhalten.

Natürlich macht's Spaß sich die Dinge anzusehen, darüber zu lachen, zu staunen - sich damit auseinandersetzen. Der Witz der Sache an sich endet allerdings irgendwann. Daher will ich Freunden zeigen, was ich mir ansehe. Ich möchte mich mit ihnen darüber unterhalten und Freude, Aufregung und Schock teilen.

Vor langer Zeit lud ich sie zu mir ein und habe mit ihnen gemeinsam am PC alles Mögliche angesehen. Danach habe ich sehenswerte Dinge per Mail verschickt. Mit ICQ/MSN und sonstigen Instant Messengern ging das dann schon wesentlich schneller und einfacher. Das Interessante dabei: Sofern mein Chatpartner online war, konnte ich sogleich seine Reaktion darauf wahrnehmen und meinerseits wieder reagieren. Real Time! Yes!


Mittlerweile muss ich nicht einmal mehr einen bestimmten Adressatenkreis anschreiben. Facebook ermöglicht es mir, ganz einfach einen Link, ein Video oder ein Bild mittels Share/Teilen-Funktion an mein Netzwerk zu senden. Sieht sich meinen Post jemand an, kann er auch gleich kommentieren. Sämtliche Kommentare und Meinungen meiner Freunde sind dank verschachtelten Kommentaren (Threaded Conversations) gesammelt verfügbar. Quasi für jeden Link den ich teile gibt's ein eigenes Forum Lite. 

Haken bei der Sache ist, dass ich auf Facebook nur mit Menschen teilen kann, die ich kenne, sofern ich nicht mein komplettes Profil öffentlich mache. Auf Twitter ist das Gegenteil möglich. Alle können alles lesen, was ich poste. Dadurch ist es auch möglich neue Menschen mit interessanten Ansichten kennenzulernen und mir durchzulesen, was sie zu sagen haben. Sofern sie auf meinen Post reagieren.


Ich frage mich immer, wie man hier eine Brücke bauen kann. Ich will nicht mein komplettes Facebook-Profil öffentlich machen, um mit neuen Menschen über Links zu diskutieren. Ich will mich aber auch nicht auf die, zugegebenermaßen sehr eingeschränkte, Replyfunktion über Twitter unterhalten. 

Ich will auch nicht unbedingt auf Twitter zu einem Blogpost verlinken, wo sich die Leute unterhalten können und ich die Diskussion dann wieder verlagere. Facebook und Twitter bieten zusammen alles, was ich will - nur alleine kann mir weder das eine, noch das andere meinen Wunsch erfüllen.

Fazit:
  • Ich mag die Share/Teilen Funktion von Facebook.
  • Ich mag die Öffentlichkeit auf Twitter.
  • Ich möchte diese beiden Dinge sinnvoll verbunden wissen!

Anyone?

Posterous Auto Gallery unterdrücken

Posterous erlaubt es jetzt das Auto Gallery Feature zu unterdrücken. Dadurch ist es möglich Bilder innerhalb des Textes einzufügen. Innerhalb des Textes muss ich jetzt nicht mehr auf einzelne Bilder in der Gallery verweisen. Ich teste das jetzt gleich einmal:

@Garrytan weist auf Twitter auf das Feature hin:

@93Octane hat noch Schwierigkeiten mit seinem Posterous Bookmarklet unter Chrome (bei mir funktioniert's übrigens)

Andauernder Fortschritt ist bei Posterous Programm, weiter so!

 

 

Der Fall JAKO

Nein es geht diesmal nicht um den Mordfall Jacko. Es geht um den deutschen Sportartikelhersteller JAKO

Die heutige Topstory in deutschsprachigen Twitterkreisen war die Abmahnung von Frank Baade. Er ist Betreiber des bekannten deutschen Fußballblogs Trainer Baade.  Kurz umrissen geht's darum, dass Trainer Baade am Blog das neue Design der Firma JAKO verschaukelt hat. Da sich in Deutschland mittlerweile eine regelrechte Abmahnkultur gebildet hat, wollte das die Anwaltskanzlei des Sportartikelherstellers natürlich nicht stehen lassen und mahnte Trainer Baade ab. Als wenn das alleine nicht schon schlimm genug wäre und einen Blogger mitunter die Existenz kosten könnte - ich als Student wäre bei einem zu zahlenden Streitwert von über 1.500€ schon in ziemlicher Bedrängnis - wurde der Blogger nach dem Auftauchen seines Blogeintrages beim Newsaggregator Newstin ein weiteres Mal abgemahnt. Dass auf dem Newsaggregator jederzeit, auch ohne Zutun des Bloggers, seine Geschichten wieder auftauchen können, macht diese zweite Abmahnwelle zu einer echten Groteske. Die genaue Story steht auf allesaussersport.de ausgezeichnet beschrieben.

Nachdem im Laufe des Tages der Blogeintrag im Social Web verbreitet wurde, passierten auf Twitter einige erwähnenswerte Dinge:

Ein besonders humorvoller Twitteruser dürfte am frühen Mittag den Account @JAKO_Sport erstellt haben, über den er Leute mit einem Reply "Und Dich mahn ich ab" und dem Link zum allesaussersport.de Blog bedachte. Der Account war nicht von langer Dauer, einen Screenshot könnt ihr aber unten einsehen (Bild 1). 

Ein findigerer Twitteruser hat später den Account @JAKO_de ins Leben gerufen und versucht, sich mit vermeintlich seriösen Tweets als unbeholfener JAKO Marketingmitarbeiter auszugeben. Die ersten zwei Tweets (Bild 2) hätten den ein oder anderen schon von Beginn an darauf bringen können, dass dieser Account nur ein Fake ist. Hätte ich ein bisschen früher dazu gebloggt, wäre ich vielleicht noch vor diesem Tweet gewesen, jetzt ist das ein bisschen weniger unterhaltsam:

@JAKO_de twittert um kurz nach 18:00 Uhr:
Glückwunsch an 50% der Follower, die uns als Fake erkannt haben. Der Rest: tja. mhm. naja.#hättmanmerkenkönnen

Passend zum ersten Twitteraccount dieser Tweet:

@coltnb twitterte zum ersten Accountl:
Pssst.. Er ist auf Twitter! Ich trau mich den Namen des Sportartikelherstellers mit den 4 Buchstaben ja gar nicht mehr zu schreiben.

Wer sich noch weitere Wortspenden auf Twitter zum Thema #JAKO ansehen möchte, muss nur diesem Link zur Twitter-Suche folgen. 

Der Schaden für das Image der Firma JAKO, bzw. die Marke JAKO ist durch diese ungustiöse Angelegenheit wohl vielfach höher ausgefallen, als es der Blogeintrag von Trainer Baade alleine jemals geschafft hätte. Die Situation in Deutschland rund um Abmahnungen und deren Wirkung ist mittlerweile zu einem bedrohlichen Ausmaß für Hobbyblogger geworden. Was Abmahnungen sind, was ihr Zweck sein sollte und wie sich übereifrige Anwälte damit bereichern können, ist hier nachzulesen. Ich bin dafür, diesen Abmahnungen einen Riegel vorzuschieben, indem man die einforderbare Summe auf ein Minimum reduziert und dem Ziel der Abmahnung zumindest die Möglichkeit einer Reaktion einräumt. So könnte man einem Wildwuchs von Abmahnungen vorbeugen.

In Deutschland kann man als Firma einen säumigen Schuldner ja auch nicht sofort an ein Inkasso weiterreichen. Hier sind per Gesetz ebenfalls zwei Mahnungen (oder Zahlungserinnerung + Mahnung) vorgeschrieben. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ein friedlicher Dialog zwischen der Presseabteilung von JAKO und Trainer Baade zu weitaus weniger Trubel geführt hätte, als die Abmahnorgie der Anwaltskanzlei verursacht hat. Die derzeitige Situation kann nie und nimmer im Interesse von JAKO sein.

Negative PR ist besser als keine PR heißt es in den Gedärmen des Phrasenschweins. In diesem Fall ist das allerdings absoluter Mist. Ein Konzern mit 60 Millionen Euro Jahresumsatz hat es wohl nicht nötig einem Blogger Abmahnstrafen von mehreren Tausend Euro zuzumuten. 

In Österreich arbeitet seit kurzem der Fußballverein SK Sturm Graz mit JAKO zusammen. Mich würde deren Meinung zu dieser Misere brennend interessieren. Der Fanblog sturm12.at hat diese Abmahnorgie auf Facebook ja schon für traurig befunden.

   
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Der_Fall_JAKO.zip (128 KB)

SMS an Twitter zum Inlandstarif - 2tell.at

Ausgehend von einem Tweet von Ritchie Pettauer möchte ich kurz auf einen Service namens 2tell.at hinweisen. 

2tell.at bietet einen SMS Gateway an Twitter an. 

Per SMS twittern - ja und? Geht ja schon seit längerem an die +44.. Nummer! (England). 

Ist schon richtig, aber viele haben keine Gratis SMS ins Ausland in ihren Handytarifen, so auch ich. Mein Orange-Tarif für 5€ im Monat beinhaltet zwar 1000 SMS 4 free - aber eben nur ins Inland.

Genau hier setzt 2tell.at an. Du sendest deinen Tweet an eine 0680er Nummer (Bob) und zahlst somit nur den normalen Preis für die SMS, den dein Handytarif vorsieht. In meinem Fall nullkommagarnichts.

Es funktioniert denkbar einfach: Du surfst auf 2tell.at, connectest Twitter mit der Application und gibst 2tell.at deine Handynummer. Anschließend bekommst du einen Code zugeschickt, den du im Webinterface eintragen musst. Noch die 0680er Nummer von 2tell.at einspeichern und schon kannst du zu deinem SMS Tarif ohne Auslandsgebühren über's Handy twittern. 

Mit einem Facebook App, wie Selective Twitter wird es so auch möglich vom Handy aus Facebook-Updates zu verfassen. (Derzeit werden Facebook SMS offiziell nur von 3 unterstützt)

Deine Handynummer wird nach 6 Monaten Inaktivität aus 2tell.at's Index gelöscht, die Daten werden nur per richterlichem Beschluss weitergegeben. Danke 2tell.at!

Fortgeschrittene Posterous-Experimente

Weil ich mit Robert Lender gerade auf seinem Posterous über Posterous diskutiere, dachte ich mir, ich probiere ein paar Sachen aus.


Zuerst die Bildreihenfolge, ich habe vier Bilder in der E-Mail in dieser Reihenfolge angehängt:

  • Sonnenuntergang im 15. Wiener Gemeindebezirk (Dateiname 2.png !)
  • Heroische Rettungsaktion beim Erzbergrodeo (1.jpg)
  • Idyllischer Bergsee in Osttirol (4.jpg)
  • Ole-Einar Björndalen beim Training (3.jpg)

Die Reihenfolge ist wie in der Liste, die Dateinamen sind willkürlich - also mal testen, wonach Posterous sortiert, Attachment-Reihenfolge oder alphabetisch. Zudem möchte ich wissen, wie Posterous mit großen Fotos umgeht. In der FAQ heißt es ja:

If you attach one photo (of any size, even direct from your camera!), we'll resize it to a web-friendly size and post it.

Mal schauen, wie ein unbearbeitetes <strike>5</strike> 4 MB großes Foto verändert wird. 

Das zweite, was ich teste ist die Tag-Funktion. Die Posterous FAQ empfiehlt:

Add tags simply in the subject of your email using the syntax ((tag: apple, gadgets)). You can see your tags on the homepage of your site and click on them to see those posts.

Also, zum Betreff ein Leerzeichen hintanstellen und die doppelte Klammer. Mal sehen ob die Tags blogging, posterous & tools hinzugefügt werden. Außerdem sende ich an twitter@posterous.com, weil ich den Post nur nach Twitter schicken will.

       
Click here to download:
Fortgeschrittene_Posterous-Exp.zip (11222 KB)

TinyURL, bit.ly & Co. - Was sind URL Shortener?

Jeder von uns hat es schon einmal erlebt, wir surfen im Web herum, landen auf einer Seite deren Inhalt uns gefällt und wir wollen jemanden daran teilhaben lassen. Wir wollen der Person den Link der Seite zukommen lassen und sehen uns einem sechszeiligen Absatz mit lauter Sonderzeichen gegenüber. Das beste Beispiel dafür sind in meinen Augen ebay-Links (siehe Bild). Vor allem Twitter hat mit seinen 140-Zeichen Nachrichten dafür gesorgt, dass lange Links mit einem Workaround kurz werden müssen. URL Shortening Service ist das Stichwort. Wir lesen auf Twitter (und zunehmend auch auf anderen Seiten) keine elendslangen Links mehr, sondern URLs wie: http://tr.im/3 , http://bit.ly/1a8Loy , http://tinyurl.com/mjdho6 oder http://is.gd/1Mxqw.

Dadurch werden, vor allem auf Twitter, Zeichen gespart die mehr Platz lassen für Informationen was denn hinter dem Link steckt. Gefährlich kann es sein wenn man auf Links klickt, von denen man nicht weiß woher sie kommen. Bei shortened URLs klicke ich selten drauf, wenn sie von Fremden kommt von denen ich noch nie etwas gehört/gelesen/gesehen habe. Bei TinyURL gibt es hierfür zum Beispiel einen Preview-Link, der sich diesem Problem annimmt (siehe Bild). 

Einige URL Shortening Services bieten noch eine Menge an Zusatzfeatures an, ich will sie an dieser Stelle gar nicht aufzählen. Im Web gibt es dazu genug Informationen, zum Beispiel hier, hier und hier. Ich persönlich benutze http://bit.ly, die bieten ein Bookmarklet an (siehe Bild) mit dem ich per Lesezeichen eine Seite mit einem Mausklick kleinmachen kann. Noch dazu gibt's für eine Registrierung eine Statistik mit der Anzahl an Klicks und woher diese kommen. Soweit bin ich damit ganz zufrieden - Was benutzt ihr, habt ihr einen besseren Service für URL Shortening?

 

     
Click here to download:
TinyURL_bit.ly_Co._-_Was_sind_.zip (36 KB)

Posterous Bookmarklet - Digg Anything and share

Posterous erlaubt es mir aus zahlreichen Seiten, wie zB YouTube, vimeo, flickr oder qik automatisch und mit nur zwei Klicks etwas über meinen Lifestream zu sharen.

Mit dem Autopostfeature wird mein Lifestream-Post anschließend auf Twitter & Facebook gepostet. Somit können die anderen privat und für sich entscheiden, was sie sehen wollen und was nicht. Ein Service von mir für meine Freunde & Bekannten.

Damit sind die Zeiten vorbei, in denen ich Freunde & Bekannte über einen Instant Messenger anchattete und sie zwang ein Video oder einen Link anzusehen ;-)

Paradigmenwechsel - Lifestream?

Ritchie Pettauer linkte heute auf datadirt.net zu einem Blogpost von Jeremiah Owyang in dem er fragt:

Is Blogging Evolving Into Life Streams?

Es geht primär um den Wandel der Web Community, die immer größer und schnelllebiger wird, weniger Aufmerksamkeit zu spenden bereit ist und wie die Contentproduktion damit zusammenhängt. Es wird mehr und mehr Content auf allen Ebenen produziert, Text, Bild, Audio & Video. Alles verknüpft sich in den unterschiedlichsten Facetten - Multimedia ist das Resultat. Herkömmliche Blogs können dieser High-Speed Contentproduktion kaum mehr gerecht werden.

Blogger, wie Steve Rubel, von dem ich heute das erste Mal hörte, haben daher begonnen vom Blog zum Lifestream überzugehen. Sie versuchen damit anscheinend dem stetigen Happening gerecht zu werden. Mit Tools wie Posterous soll dies möglich sein. Weniger Konzentration und Zeit mit Layoutierung verschwenden - Mehr Zeit damit verbringen gehaltvolle Posts zu verfassen, um diese sofort auf allen möglichen Netzwerken, wie Twitter, Facebook, Friendfeed & Co. zu sharen, Antworten zu erhalten und für diese ebenfalls Zeit haben, um sie zu konsumieren. 

Diese Key-Features von Posterous haben es mir schwer angetan. Ich werde den Ansprüchen meines Wordpress Themes kaum gerecht, bringe zu selten neue Posts und leide unter der behäbigen Verbreitung meines Contents. Von meinem Lifestream erwarte ich mir vor allem eines - Erleichterung. Ich kann öfters Kürzeres bloggen, Themen die zu lange für einen Tweet sind, zu kurz für einen anständigen Blogpost und es dennoch wert sind kurz angesprochen zu werden. Quasi mein persönliches 140-Plus Blog

Halt, Blog? Nein, Lifestream!