Posterous theme by Cory Watilo

Filed under: social media

blippy.com - Was kaufst du?

Blippy ist ein Service, das den User dazu einlädt seine Kreditkarten-Einkäufe mit seinen "Freunden" oder anderen Personen zu teilen. Nicht den gekauften Gegenstand, sondern vielmehr die Information "was" ich gekauft habe. Eine typische Timeline sieht so aus:

Timeline

Natürlich kann jeder Post zu einer Threaded Conversation werden. So können sich sicher über den ein oder anderen Kauf interessante Gespräche entwickeln - finde ich ja an sich ganz interessant. Ich habe allerdings noch keine Twitter- oder Facebook-Connect gesehen, was das Ganze für mich momentan wertlos macht. Zudem möchte ich nicht unbedingt mit anderen teilen, was ich kaufe. Sehe ich die Privatssphäre zu Kreditkartenkäufen zu konservativ?

Wenn es ein Twitter-Connect gibt, wird es auch personalisierte Werbung geben. Kaufe ich bei Amazon einen Fußball und teile diesen Einkauf auf Blippy mit einem Connect zu Twitter, bekomme ich sicher von irgendwelchen Sportgeschäften oder Retailern Mentions, ob ich mich nicht für dieses oder jene Produkt interessiere. Das möchte ich dann schon im Vorfeld vermeiden. Auch wenn's mich mehr interessiert als Viagra oder Sex Spammails.

Die ersten statistischen Auswertungen geben eine ungefähre Idee, was man mit all diesen Daten anstellen könnte, wie dieser Tweet zeigt: 

Blippy users ate at McDonald's 197 times. And Chipotle 67 times http://blippy.com/business/chipotle

Mir fehlt momentan noch das Vertrauen in das Service, zumal ich nicht meine Amazon/iTunes/CC Daten unbedingt in die Hände Dritter legen will. Vertrauen, Jungs & Mädels - Vertrauen fehlt mir hier.

Findig wie ich bin, habe ich mal ein paar Blippy Invite Codes ausprobiert und hatte Glück: HAPPYNEWYEAR ermöglicht noch 14 Invites. Also wer sich das ansehen möchte ist herzlich eingeladen sich auf Blippy mit mir zu vernetzen.  

Share it! Ich will teilen.. Nur wie?

Im Web gibt's ja viele interessante Sachen. Lustige Eulenbilder, Videos mit den peinlichsten Elfmetern beim Fußball oder einfach nur Links zu Seiten, die interessante Dinge beinhalten.

Natürlich macht's Spaß sich die Dinge anzusehen, darüber zu lachen, zu staunen - sich damit auseinandersetzen. Der Witz der Sache an sich endet allerdings irgendwann. Daher will ich Freunden zeigen, was ich mir ansehe. Ich möchte mich mit ihnen darüber unterhalten und Freude, Aufregung und Schock teilen.

Vor langer Zeit lud ich sie zu mir ein und habe mit ihnen gemeinsam am PC alles Mögliche angesehen. Danach habe ich sehenswerte Dinge per Mail verschickt. Mit ICQ/MSN und sonstigen Instant Messengern ging das dann schon wesentlich schneller und einfacher. Das Interessante dabei: Sofern mein Chatpartner online war, konnte ich sogleich seine Reaktion darauf wahrnehmen und meinerseits wieder reagieren. Real Time! Yes!

Facebook

Mittlerweile muss ich nicht einmal mehr einen bestimmten Adressatenkreis anschreiben. Facebook ermöglicht es mir, ganz einfach einen Link, ein Video oder ein Bild mittels Share/Teilen-Funktion an mein Netzwerk zu senden. Sieht sich meinen Post jemand an, kann er auch gleich kommentieren. Sämtliche Kommentare und Meinungen meiner Freunde sind dank verschachtelten Kommentaren (Threaded Conversations) gesammelt verfügbar. Quasi für jeden Link den ich teile gibt's ein eigenes Forum Lite. 

Haken bei der Sache ist, dass ich auf Facebook nur mit Menschen teilen kann, die ich kenne, sofern ich nicht mein komplettes Profil öffentlich mache. Auf Twitter ist das Gegenteil möglich. Alle können alles lesen, was ich poste. Dadurch ist es auch möglich neue Menschen mit interessanten Ansichten kennenzulernen und mir durchzulesen, was sie zu sagen haben. Sofern sie auf meinen Post reagieren.

Twitter

Ich frage mich immer, wie man hier eine Brücke bauen kann. Ich will nicht mein komplettes Facebook-Profil öffentlich machen, um mit neuen Menschen über Links zu diskutieren. Ich will mich aber auch nicht auf die, zugegebenermaßen sehr eingeschränkte, Replyfunktion über Twitter unterhalten. 

Ich will auch nicht unbedingt auf Twitter zu einem Blogpost verlinken, wo sich die Leute unterhalten können und ich die Diskussion dann wieder verlagere. Facebook und Twitter bieten zusammen alles, was ich will - nur alleine kann mir weder das eine, noch das andere meinen Wunsch erfüllen.

Fazit:
  • Ich mag die Share/Teilen Funktion von Facebook.
  • Ich mag die Öffentlichkeit auf Twitter.
  • Ich möchte diese beiden Dinge sinnvoll verbunden wissen!

Anyone?

Posterous Auto Gallery unterdrücken

Posterous erlaubt es jetzt das Auto Gallery Feature zu unterdrücken. Dadurch ist es möglich Bilder innerhalb des Textes einzufügen. Innerhalb des Textes muss ich jetzt nicht mehr auf einzelne Bilder in der Gallery verweisen. Ich teste das jetzt gleich einmal:

@Garrytan weist auf Twitter auf das Feature hin:

1

@93Octane hat noch Schwierigkeiten mit seinem Posterous Bookmarklet unter Chrome (bei mir funktioniert's übrigens)

2

Andauernder Fortschritt ist bei Posterous Programm, weiter so!

 

 

Der Fall JAKO

Nein es geht diesmal nicht um den Mordfall Jacko. Es geht um den deutschen Sportartikelhersteller JAKO

Die heutige Topstory in deutschsprachigen Twitterkreisen war die Abmahnung von Frank Baade. Er ist Betreiber des bekannten deutschen Fußballblogs Trainer Baade.  Kurz umrissen geht's darum, dass Trainer Baade am Blog das neue Design der Firma JAKO verschaukelt hat. Da sich in Deutschland mittlerweile eine regelrechte Abmahnkultur gebildet hat, wollte das die Anwaltskanzlei des Sportartikelherstellers natürlich nicht stehen lassen und mahnte Trainer Baade ab. Als wenn das alleine nicht schon schlimm genug wäre und einen Blogger mitunter die Existenz kosten könnte - ich als Student wäre bei einem zu zahlenden Streitwert von über 1.500€ schon in ziemlicher Bedrängnis - wurde der Blogger nach dem Auftauchen seines Blogeintrages beim Newsaggregator Newstin ein weiteres Mal abgemahnt. Dass auf dem Newsaggregator jederzeit, auch ohne Zutun des Bloggers, seine Geschichten wieder auftauchen können, macht diese zweite Abmahnwelle zu einer echten Groteske. Die genaue Story steht auf allesaussersport.de ausgezeichnet beschrieben.

Nachdem im Laufe des Tages der Blogeintrag im Social Web verbreitet wurde, passierten auf Twitter einige erwähnenswerte Dinge:

Ein besonders humorvoller Twitteruser dürfte am frühen Mittag den Account @JAKO_Sport erstellt haben, über den er Leute mit einem Reply "Und Dich mahn ich ab" und dem Link zum allesaussersport.de Blog bedachte. Der Account war nicht von langer Dauer, einen Screenshot könnt ihr aber unten einsehen (Bild 1). 

Ein findigerer Twitteruser hat später den Account @JAKO_de ins Leben gerufen und versucht, sich mit vermeintlich seriösen Tweets als unbeholfener JAKO Marketingmitarbeiter auszugeben. Die ersten zwei Tweets (Bild 2) hätten den ein oder anderen schon von Beginn an darauf bringen können, dass dieser Account nur ein Fake ist. Hätte ich ein bisschen früher dazu gebloggt, wäre ich vielleicht noch vor diesem Tweet gewesen, jetzt ist das ein bisschen weniger unterhaltsam:

@JAKO_de twittert um kurz nach 18:00 Uhr:
Glückwunsch an 50% der Follower, die uns als Fake erkannt haben. Der Rest: tja. mhm. naja.#hättmanmerkenkönnen

Passend zum ersten Twitteraccount dieser Tweet:

@coltnb twitterte zum ersten Accountl:
Pssst.. Er ist auf Twitter! Ich trau mich den Namen des Sportartikelherstellers mit den 4 Buchstaben ja gar nicht mehr zu schreiben.

Wer sich noch weitere Wortspenden auf Twitter zum Thema #JAKO ansehen möchte, muss nur diesem Link zur Twitter-Suche folgen. 

Der Schaden für das Image der Firma JAKO, bzw. die Marke JAKO ist durch diese ungustiöse Angelegenheit wohl vielfach höher ausgefallen, als es der Blogeintrag von Trainer Baade alleine jemals geschafft hätte. Die Situation in Deutschland rund um Abmahnungen und deren Wirkung ist mittlerweile zu einem bedrohlichen Ausmaß für Hobbyblogger geworden. Was Abmahnungen sind, was ihr Zweck sein sollte und wie sich übereifrige Anwälte damit bereichern können, ist hier nachzulesen. Ich bin dafür, diesen Abmahnungen einen Riegel vorzuschieben, indem man die einforderbare Summe auf ein Minimum reduziert und dem Ziel der Abmahnung zumindest die Möglichkeit einer Reaktion einräumt. So könnte man einem Wildwuchs von Abmahnungen vorbeugen.

In Deutschland kann man als Firma einen säumigen Schuldner ja auch nicht sofort an ein Inkasso weiterreichen. Hier sind per Gesetz ebenfalls zwei Mahnungen (oder Zahlungserinnerung + Mahnung) vorgeschrieben. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ein friedlicher Dialog zwischen der Presseabteilung von JAKO und Trainer Baade zu weitaus weniger Trubel geführt hätte, als die Abmahnorgie der Anwaltskanzlei verursacht hat. Die derzeitige Situation kann nie und nimmer im Interesse von JAKO sein.

Negative PR ist besser als keine PR heißt es in den Gedärmen des Phrasenschweins. In diesem Fall ist das allerdings absoluter Mist. Ein Konzern mit 60 Millionen Euro Jahresumsatz hat es wohl nicht nötig einem Blogger Abmahnstrafen von mehreren Tausend Euro zuzumuten. 

In Österreich arbeitet seit kurzem der Fußballverein SK Sturm Graz mit JAKO zusammen. Mich würde deren Meinung zu dieser Misere brennend interessieren. Der Fanblog sturm12.at hat diese Abmahnorgie auf Facebook ja schon für traurig befunden.

Facebook Credits - Ein Blick in die Zukunft

Als ich heute morgen den Facebook Bookmark anklickte und die Seite laden ließ, hat mich mittlerweile das zweite Mal in dieser Woche eine Interface-Änderung überrascht. Nachdem Anfang der Woche der blaue Facebookbalken am oberen Bildschirmrand auf die gesamte Seitenbreite erweitert wurde, fand ich heute einen "No Credits" Button auf eben jenem Balken. (siehe Bild 1)

Neugierig wie ich bin, habe ich gleich mal draufgeklickt und festgestellt, dass es mir jetzt möglich ist Facebook Credits zu kaufen und diese auszugeben. Vorerst auf einem noch bescheidenen Applications Market, dessen Produkte von Facebook für Facebook angeboten werden. Auch im Facebook Credits About ist dies nachzulesen (siehe Bild 2)

Facebook Credits are the fastest and easiest way to safely make purchases in some of the most popular applications on Facebook.

Diese most popular applications sind derzeit noch größtenteils Spiele, also virtuelle Ware. Allerdings kann man über den Gift Shop beispielsweise schon echte Waren kaufen. 10 Facebook Credits für einen Rosenstrauß, der an eine beliebige Adresse geliefert wird. (siehe Bild 3 & 4).  

Mashable hat schon im Frühjahr kurz darüber berichtet, damals noch über das Modell für ausgewählte Facebook Updates Credits zu vergeben. Seitdem ist es aber wieder stiller um die Facebook Credits geworden. Vor rund einer Woche ein zweiter Bericht von Mashable über das Creditsystem, mit dem man mitlerweile auch reale Produkte erwerben und verschenken kann. 

Dies könnte der Anfang einer universellen Web-Währung sein, da Facebook mittlerweile auch unter den Top 3 Sites im Web rangiert. Es wird vermutlich nicht mehr lange dauern, bis es die ersten Onlineshops auf Facebook gibt. Den Kunden also da abholen, wo er ist. In seiner vertrauten Facebook Umgebung. 

Posterous Bookmarklet - Digg Anything and share

Posterous erlaubt es mir aus zahlreichen Seiten, wie zB YouTube, vimeo, flickr oder qik automatisch und mit nur zwei Klicks etwas über meinen Lifestream zu sharen.

Mit dem Autopostfeature wird mein Lifestream-Post anschließend auf Twitter & Facebook gepostet. Somit können die anderen privat und für sich entscheiden, was sie sehen wollen und was nicht. Ein Service von mir für meine Freunde & Bekannten.

Damit sind die Zeiten vorbei, in denen ich Freunde & Bekannte über einen Instant Messenger anchattete und sie zwang ein Video oder einen Link anzusehen ;-)

Paradigmenwechsel - Lifestream?

Ritchie Pettauer linkte heute auf datadirt.net zu einem Blogpost von Jeremiah Owyang in dem er fragt:

Is Blogging Evolving Into Life Streams?

Es geht primär um den Wandel der Web Community, die immer größer und schnelllebiger wird, weniger Aufmerksamkeit zu spenden bereit ist und wie die Contentproduktion damit zusammenhängt. Es wird mehr und mehr Content auf allen Ebenen produziert, Text, Bild, Audio & Video. Alles verknüpft sich in den unterschiedlichsten Facetten - Multimedia ist das Resultat. Herkömmliche Blogs können dieser High-Speed Contentproduktion kaum mehr gerecht werden.

Blogger, wie Steve Rubel, von dem ich heute das erste Mal hörte, haben daher begonnen vom Blog zum Lifestream überzugehen. Sie versuchen damit anscheinend dem stetigen Happening gerecht zu werden. Mit Tools wie Posterous soll dies möglich sein. Weniger Konzentration und Zeit mit Layoutierung verschwenden - Mehr Zeit damit verbringen gehaltvolle Posts zu verfassen, um diese sofort auf allen möglichen Netzwerken, wie Twitter, Facebook, Friendfeed & Co. zu sharen, Antworten zu erhalten und für diese ebenfalls Zeit haben, um sie zu konsumieren. 

Diese Key-Features von Posterous haben es mir schwer angetan. Ich werde den Ansprüchen meines Wordpress Themes kaum gerecht, bringe zu selten neue Posts und leide unter der behäbigen Verbreitung meines Contents. Von meinem Lifestream erwarte ich mir vor allem eines - Erleichterung. Ich kann öfters Kürzeres bloggen, Themen die zu lange für einen Tweet sind, zu kurz für einen anständigen Blogpost und es dennoch wert sind kurz angesprochen zu werden. Quasi mein persönliches 140-Plus Blog

Halt, Blog? Nein, Lifestream!